Sag JA zum Endurosport
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Endurosport, heute noch Zeitgemäß?  Information schafft Vertrauen!

Motorrad-Geländesport hat es heute nicht einfach. Vielfach weht den Fahrern und Veranstaltern von Wettbewerben der Wind ins Gesicht:
Von Behörden und von manchen Teilen der Bevölkerung. Andererseits wächst die Zahl der Endurofahrer ständig und der Geländesport nimmt eine zunehmend bedeutendere Rolle ein. Wir wollen mit dieser Broschüre Einblick in den Motorrad-Geländesport geben: Was er kann, was er leistet und ob er wirklich so problematisch ist, wie oft dargestellt. Wir haben uns den gängigen Fragen gestellt und sie sachlich beantwortet. Und wir sagen JA zu unserem Sport. 

Die IGE bedankt sich herzlich für die beratende Unterstützung des Umweltlabors Dr. Rüdiger Böngeler in Münster.

Gängige Vorurteile Unsere Antwort
Endurofahren ist umweltschädlich  Im Gegenteil. Wer Offroad unterwegs ist, fährt deutlich langsamer als auf der Straße. Dementsprechend geringer ist auch der Schadstoffausstoß. 

Für das Ausrichten von Wettbewerben gelten zudem strenge Auflagen wie 

  • bleifreies Benzin 
  • Lärmhöchstwerte 
  • benzinfeste Unterlage beim Tanken 
  • kein Nachfüllen aus Kanistern 
Endurofahren macht die Natur kaputt  Nicht, wenn es in geordneten Bahnen verläuft. Wild gefahren wird nur dort, wo es weit und breit keine legalen Übungsgelände gibt. Die einzig wirkungsvolle Alternative ist, offizielle Übungsmöglichkeiten zu schaffen. Das Fahren an einem bestimmten, freigegebenen Ort entlastet die übrige Natur. 

Geeignete Flächen zu finden, ist überall möglich. Es gibt in jeder Kommune ökologisch unbedenkliche Gebiete wie Sandgruben, Schuttdeponien, Truppenübungsplätze und ähnliche Flächen, auf denen sich Enduro-Übungsgelände einrichten ließen. 

Die IGE ist übrigens bei der Durchführung von Genehmigungsverfahren und beim Dialog mit Behörden und Naturschutz Institutionen gerne behilflich. 

Endurogelände stören die Natur  Im Gegenteil. Gerade Enduro- oder Moto-Cross-Strecken entwickeln sich zu wahren Naturoasen. Denn: Auf einem Motorrad Übungsgelände werden nur rund 20 Prozent der Fläche genutzt. Der Rest liegt brach und die Natur kann sich entfalten. 

Weil nicht gedüngt wird, bietet die Fläche des Endurogeländes vollkommen natürliche Bedingungen, in denen häufig sogar zahlreiche Pflanzen der "roten Liste" ihren Lebensraum finden. 

Außerdem begünstigt das Befahren die Ansiedlung von sogenannten "Pionierpflanzen", die auf rohe Böden angewiesen sind. 

Endurosportler sind alles wilde Raser  Im Gegenteil. Im öffentlichen Verkehr müssen sich Endurosportler nämlich nichts mehr beweisen. Denn sie können in ihrer Freizeit ihr persönliches Limit ausloten und sich mit anderen messen. 

Im Gelände gewinnt jeder Fahrer an Fahrtechnik und Fahrzeugbeherrschung. Was letztlich der Sicherheit im normalen Straßenverkehr zugute kommt. Denn wer mit  seinem Fahrzeug offroad umgehen kann, behält es auch in unvorhergesehenen  Situationen auf der Straße unter Kontrolle

Die Sargnägel des Endurosports

Und hier noch ein paar Worte an die eigenen Reihen. Seien wir doch mal ehrlich, so ganz aus der Luft gegriffen sind nicht alle Vorwürfe, die an die Endurosportler herangetragen werden. Jeder Endurofahrer trägt selbst dazu bei, ob die Vorurteile bestätigt oder widerlegt werden.

 Deshalb ein paar dringende Bitten an unsere Geländefahrer-Freunde und solche, die es werden wollen: 

  • Nicht die Wege verlassen
  • Nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer in Sand- oder Kiesgruben bolzen 
  • Weg mit den Krawalltüten! Sportauspüffe gehören nicht in die Öffentlichkeit
  • Rücksicht auf andere 

Dazu gehört: 

  • Nicht mit Vollgas an Wanderern oder Radfahrern vorbeirasen
  • Bei Reitern schon mal den Motor abstellen
  • Überhaupt: Keine Tiere erschrecken
  • Vielleicht auch mal nett Grüßen

So kann jeder Endurofahrer selbst zu einem positiven Bild in der Öffentlichkeit beitragen.


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Stand: 01. März 2002
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